Tag 15 - Ab nach Hause!

  • Ute
  • 30.03.2013

Heimreise Teil 2

Als alte Hasen sind wir morgens schön schnell fertig und haben noch Zeit für ein gemütliches Frühstück im Palm Tree Café gleich um die Ecke. Ben geniest sein geliebtes englisches Frühstück - mir ist heute eher nach was Süßem.

In Großbritannienr haben wir gelernt, deutlich früher auf dem Bahnhof zu sein. Außerdem steht vor dem Eurostar noch eine richtige Grenzkontrolle an. So erscheinen wir schon um 10h im Bahnhof St.Pancras, geniessen noch kurz ein wenig Klavierspiel von einem der zwei bereitgestellten Klaviere und reihen uns in die Schlangen ein.

Nach den Grenzkontrollen versuchen wir, in der überfüllten "Lounge" ein Sitzplätzchen zu ergattern. Kurz nach unserem Zug fährt ein weiterer Zug direkt nach Paris, und alle wollen an Ostern zu Hause sein. Da man erst kurz vor Abfahrt auf den Bahnsteig gelassen wird, treten sich alle hier auf die Füße.

Das mit den vollen Zügen zieht sich durch - gut, dass ich uns Reservierungen auf allen Zügen gegönnt habe. Und wir treffen noch andere Familien, die ihre Osterferien in Great Britain verbracht haben. Aber die Sache mit den Jugendherberge hatten sie nicht ausprobiert...

Zwischendrin gibt es ein paar Verspätungen und ein bißchen Gerenne, aber endlich sind wir um 21h33 in Salzwedel. Benjamin holt und ab und zu Hause werden von Lucy stürmisch begrüßt. Schnell noch im Schein der Taschenlampe die neuen Schweinchen begutachten und dann falle ich fix und fertig ins Bett.

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Tag 14 - von Edinburgh nach London

  • Ute
  • 29.03.2013

Heimreise Teil 1

Britrail-Pass sei Dank können wir fahren, wann wir wollen. eigentlich würde es reichen, um 15h30 Edinburgh zu verlassen. Wir haben aber schon um 10h30 fertig gepackt und wissen nicht so recht, wohin mit unserm Gepäck. So stationieren wir Ben noch ein wenig in der Jugendherberge und gehen die letzten Mitbringsel einkaufen.

Auch nach noch einem Café Latte in einem überfüllten Café (wo wir eigentlcih bei freiem WiFi Blog schreiben wollten - geht aber nicht, weil es viel zu voll ist), ist es erst 12h20. Wir entschliessen uns kurzerhand, schon den Zug um 12h30 zu nehmen.

Im Bahnhof wird gebaut, der Bahnsteig ist schmaler als sonst, der Zug hat Verspätung und alles ist rappelvoll. Wir ergattern ein paar Plätze direkt hinter einer "hen party", einem Jungesellinnen-Abschied. Laut, angetrunken und einfach nervig :-( Egal, Hauptsache, erstmal im Zug.

Nach der Anfahrt studieren wir die Reservierungen etwas genauer und finden noch ein ruhigeres Plätzchen. Jetzt erstmal Füße hochlegen und gen London rattern...

In der Jugendherberge kennt die Chefin uns noch, wir lassen das Gepäck fallen und gehen erst mal in einen Pub essen. Nur zwei Strassen weiter finden wir das gemütliche "Boot Inn", eine uralter Pub, der schon von Charles Dickens besucht worden sein soll. Auf jeden Fall haben ihn wohl noch keine Touris entdeckt :-)

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Tag 13 - noch immer Edinburgh

  • Ute
  • 28.03.2013

Noch mal Museum…

Ben findet Häuser angucken jetzt nicht soooo toll und Marcel will eigentlich gerne in die Sonderausstellung über Wikinger… unsere "Planungen" laufen wieder auf Museum hinaus ;-)
Die nette Angestellte schummelt Ben ein Jahr jünger und lässt uns für "nur" 18 Pfund in die Wikinger-Ausstellung. Die Exponate sind wirklich außergewöhnlich und zeigen den hohen Stand der Handwerkskunst der Wikinger. Aber leider auch hier wieder "Kurz-Schlüsse" in den Bewertungen und Beschreibungstexten: da wird sich z.B. darüber gewundert, wie die Wikinger in den dunklen Langhäusern solch filigrane Arbeiten machen konnten, ob sie wohl Linsen benutzten zum Licht fokussieren?… Also ich hätte mich einfach vor die Tür gesetzt zum arbeiten! Oder da wird ein Grab einer "einfachen Frau" beschrieben, in dem man aber Seidenfasern und Glasperlen gefunden hat. Ein paar Schaukästen weiter werden Glasperlen der  Aristokratie zugeordnet… Hmm, ich tue mich sowieso schwer damit, wenn versucht wird, heutige Denk-Schubladen in anderen Zeiten und Kulturen aufzuziehen. Das muss alles gar nicht passen.

So, jetzt will ich aber doch noch ein bisschen bummeln und mein heiß geliebtes Fudge hab ich auch noch nicht eingekauft. Wir laufen die Royal Mille hinunter und finden hier Läden, die nicht nur in erster Linie Touristen mit Billigzeug bedienen wollen, sondern ein bisschen mehr nach Fachgeschäft aussehen. Hier gibt es dann doch einen Laden, der handgestrickte Strickpullis hat und keine Massenware und endlich finde ich hier auch ein Fudgehouse. 2006 gab es davon noch einige mehr, aber anscheinend ist das süße, fette Zeug dem Gesundheitswahn zum Opfer gefallen. Aber wie wir alle wissen: gutes Fugde macht nicht dick! :-)

Nun wird es aber Zeit für unseren krönenden Abschluss: heute Abend wollen wir bei Khublai Khans essen. Dafür müssen wir ein gutes Stück, bis fast zum Hafen laufen. Bei Khublai Khans ist jeder sein eigener Koch: aus dem großen Buffet wählt man sich die Zutaten, Soßen und Gewürze und lässt diese Kreation auf einer riesengroßen Kochplatte braten. Auf dem Buffet gibt es auch solche seltenen Fleischsorten wie Känguru, Kamel oder Zebra. Jeder Gang ist so eine eigene Entdeckungsreise.

Hier schrieb J.K.Rowling den ersten Harry-Ptter-Roman

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Tag 12 - Edinburghs Museen

  • Ute
  • 27.03.2013

Museen über alles!

Das National Museum of Scotland ist nicht nur architektonisch ein absolutes Muss, auch die Ausstellungen sind klasse. Außerdem ist das Science Festival mit einigen Veranstaltungen und Sonder-Mitmach-Ausstellungen zu Gast.
Wir wollen "nur mal gucken" und sind doch gleich mittendrin. Nach dem ersten Mal alle Mann verlieren und wiederfinden machen wir einen Treffpunkt in der großen Halle aus und arbeiten uns Etage um Etage nach oben.
Zwischendrin eine Stärkung im hervorragenden Museumscafé und zum Schluss finden wir auch noch das Science Festival.
Mittlerweile ist es 16h (!), und wir haben endlich genug vom  Museum. Wir verlassen das Museum am anderen, modernen Ende und stehen fast direkt vor Greyfriars Bobby. Ich erzähle Ben die Geschichte von diesem kleinen, treuen Hund, der 14 Jahre am Grab seines Herrchens blieb.
Ben will jetzt unbedingt noch in die Camera Obskura, eine Art großes (und teures) Spiegelkabinett direkt unterhalb des Schlosses. Wir haben da keine Lust drauf und finden, Ben kann das ganz gut alleine machen - so weit sollte sin Englisch reichen.
Dafür gehen wir direkt gegenüber in die Whisky Experience, ein Laden und Lokal und Touri-Belustigung mit Besichtigung und pipapo. 12 Pfund für eine Fahrt im Whisky-Fass finde ich jetzt auch nicht so berauschend, das gebe ich doch lieber für Whisky aus! Ein freundlicher Verkäufer berät uns im Laden, was uns denn vielleicht so schmecken könnte und wir begeben uns in das gemütliche Lokal zum Probieren. Die drei vorgeschlagenen Whiskys liegen ziemlich auf unsere Linie, einen Favoriten gibt es auch. Von unserer Weihnachtsgeschenk-Bestellung habe ich noch gut die Preise im Kopf und so lassen wir das mit dem Einkaufen hier erst mal, Pfund = Euro ist mir einfach zu teuer. Ausserdem müssten wir ja das auch alles schleppen.
Jetzt geht es noch mal einkaufen und ein letztes Mal kochen - morgen Abend haben wir was Besonderes vor!

Die wunderschöne Halle des Museums
Greyfriars Bobby
Hunderte Whiskys zum Probieren

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Tag 11 - von Inverness nach Edinburgh

  • Ute
  • 26.03.2013

Auf zur letzten Etappe

Und wieder packen, diesmal mit Mietwagen abgeben, und auf den Bahnhof.

Der Bahnhof ist gleich neben der Mietwagenstation, wie praktisch, da brauchen wir unsere Rucksäcke nicht so weit zu schleppen. Dabei sind unsere Rucksäcke nicht wirklich das Problem, sondern eher die Einkaufstasche mit dem Rest des Sixpacks Bier. In der Bahnhofshalle gibt es freies WiFi vom Café nebendran und von einigen Zügen. Manche der Züge bieten hier WiFi an, manche frei, manche ab der ersten halben Stunde mit Gebühr. Extrem praktisch, verleitet aber auch dazu, die Zeit einfach nur zu vertun - lesen bildet mehr als surfen ;-).

Wir erreichen Edinburgh am frühen Nachmittag, laufen durch das Touri-Gewusel zur Jugendherberge und beziehen unser schönes Zimmer. Hier sind alle Betten bezogen, Handtücher sind im Preis mit drin und unser helles Familienzimmer liegt im dritten Stock in der "runden Ecke" des Gebäudes. Ein schneller Blick in die Selbstversorgerküche (och, nur Elektroherde!), Lebensmittel abgeladen und los zu einer ersten Sightseeing-Tour die Royal Mile hoch.

Wir laufen bis zum Schloß hoch, das für heute schon schließt. Ben wundert ich über die dunklen Gebäude. In alten Zeiten, als man in Edinburgh noch hauptsächlich mit Kohle und Holz heizte, nannte man die Stadt auch "Auld Reekie", die alte Verräucherte. Übriggeblieben davon sind die geschwärzten Steine.

Uns treibt der Hunger und wir hauen uns in einem Pizza Hut die Bäuche voll.

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